Tolle Aufholjagd wird nicht belohnt

Karlsruhe – Die BG Eisbären haben bei ihrer Heimpremiere gegen den ASC Theresianum Mainz mit 85:92 (31:51) verloren. Es war ein intensives und phasenweise dramatisches Spiel. Mitte des dritten Viertels, beim Stand 37:62, startete die BG eine unglaubliche Aufholjagd und verkürzte den Rückstand innerhalb weniger Minuten wieder auf drei Punkte. Am Ende waren die Chancen zum Sieg da, doch die Kräfte reichten nicht aus, um das Spiel zu drehen. Abdul „Bobby“ Tchanile war mit 22 Zählern erfolgreichster Werfer bei den Karlsruhern.

 

Trainer Mario Dugandzic begann die Partie mit Youngstern Janni Mavridis, Josh Mayberry, Bobby Tchanile, NBBL’er Lawrence Mugagan und Jordan Williams. Beide Mannschaften waren gut aufgelegt und starten mit ein paar einfachen Körben ins Spiel. Dabei erwischten die Mainzer den besseren Start. Die Leistungsträger Arnish Sharda und Philipp Schön gaben bei den Rheinhessen früh das Tempo vor. Mit zwei Dreiern und einigen schön herausgespielten Aktionen der Mainzer war BG-Coach Dugandzic bereits nach nur sechs Minuten Spielzeit gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen (11:17). Immer wieder waren es kleine Fehler in Reihen der Karlsruher, die dazu führten, dass der ASC auf der Gegenseite zu einfachen Punkten kam. Die BG tat sich defensiv schwer, da vor allem im Eins-gegen-Eins-Verhalten die gegnerischen Spieler wiederholt nicht vor sich gehalten werden konnten. Folgerichtig mussten die jungen Karlsruher das erste Viertel mit 21:29 abgeben.

 

Im zweiten Viertel legten die Mainzer dann noch einmal einen Zahn zu. Mit einem 18:4-Lauf zogen die Rheinhessen entscheidend davon und dominierten früh das Geschehen auf dem Feld. In dieser Phase stellte der wuselige Lette Janis Damburg die BG ein ums andere Mal vor Probleme. Die jungen Spieler von Trainer Mario Dugandzic leisteten sich zu viele Ballverluste und fanden nicht zu ihrem Spiel, was sich im auch negativ auf das Defensiv-Verhalten auswirkte – der Rhythmus fehlte an beiden Enden des Feldes.

 

25:4 Run bringt BG zurück ins Spiel

 

Im dritten Viertel sahen die Zuschauer dann eine andere BG. Mit seinem ersten Dreier der Begegnung sorgte Andrej Schmid für das 37:62 und leitete damit eine nicht mehr für möglich geglaubte Aufholjagd ein. Grundstein dafür waren eine intensive Verteidigung und mehr Engagement beim Rebound, was auch von den Fans lautstark honoriert wurde. Der Fan Club pushte die junge Mannschaft unermüdlich nach vorne. Diese ließ den Ball klug laufen und brachte es tatsächlich fertig, nach 30 Minuten auf 62:68 heranzukommen. Das Spiel war wieder offen.

 

Packende Schlussphase – besseres Ende für Mainz

 

Würde die BG in der Lage sein, den Schwung aus dem dritten Viertel mitzunehmen und die Partie am Ende für sich zu entscheiden? Die Antwort darauf gab es erst ziemlich spät, wobei man mit fortlaufender Spieldauer deutlich merkte, dass das Wahnsinns-Comeback viel Kraft gekostet hatte. Mainz nutzte das aus. Dennoch kämpften die Karlsruher verbissen weiter und kamen nach 34 Minuten erneut in Schlagdistanz (74:78). In der Folgezeit waren es dann vor allem Jordan Williams und Josh Mayberry, die für die BG punkten konnten. Für das emotionale Highlight sorgte jedoch NBBL-Spieler Lawrence Mugagan, dessen Dunk das Publikum nochmals von den Sitzen riss. Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lag man mit drei Punkten zurück (83:86) und hatte die Chance, auszugleichen. Doch es sollte nicht sein.

 

Der ASC war letztlich die fittere und wachere Mannschaft, sicherte sich wertvolle Offensiv-Rebounds und gewann die Partie mit 85:92. Die BG-Spieler waren erschöpft und auch niedergeschlagen, konnten das Feld aber erhobenen Hauptes verlassen. „Die Mannschaft hat heute viel Herz bewiesen und hätte den Sieg auch verdient gehabt. Letztlich war es auch eine Lektion für uns, die zwar wehtut, aus der wir aber mit Sicherheit lernen und die richtigen Schlüsse ziehen werden“, stellte Coach Mario Dugandzic nach dem Spiel fest. Ihre nächste Partie bestreiten die BG Eisbären schon am kommenden Samstag, den 7. Oktober, um 20.00 Uhr in Limburg.

 

Punkteverteilung BG: Tchanile 22 Punkte/2 Dreier, Mayberry 18/1, Williams 18, Schmid 18/6, Lozancic 5, Mavridis 2, Mugagan 2, Kalocai, Münch, Agunabor, Rahman.