10.04.2017

BG ausgeschieden!

Klare 59:76 Niederlage in Weißenhorn / Schwache Wurfleistung / Wie geht es weiter?

Mit einer enttäuschenden Teamleistung verabschiedete sich die BG Karlsruhe aus dem Rennen um den Aufstieg in die Pro A: mit 59:76 (34:50) verlor die BG das dritte und entscheidende Spiel sang und klanglos bei den Weißenhorn Youngstars und schied damit wie im Vorjahr bereits im  Viertelfinale der Play Offs aus. Dabei fiel die Entscheidung eigentlich schon zu Beginn des Spieles. Nach nervösem Beginn beider Mannschaften legten die Weißenhorner gleich mit zwei Dreiern los und führten nach 5 Minuten mit 13:2 und nach sieben Minuten mit 18:4. Diesem Rückstand rannte die BG das gesamte Spiel hinterher. Mit einer katastrophalen Wurfausbeute von 29 Prozent (16:66) kann man kein Spiel gewinnen. Noch krasser war die Wurfquote bei den Dreiern: mit sage und schreibe einem Treffer bei 22 Versuchen war offenkundig, was der Grund für die Niederlage war. Mit Ausnahme von Ricky Easterling und mit Abstrichen Jeremey Black und Shawn Gulley war der Rest der Mannschaft in diesem wichtigen Spiel ein Totalausfall. Bezeichnend, dass nur sechs BG-Spieler überhaupt punkten konnten, nämlich Easterling (18), Black (16), Gulley (12), Schmitz (5/1), Fluellen (4) und Kazarnovsky (4), während bei Weißenkorn alle eingesetzten Spieler punkteten, darunter Ferner  (18/4) und Mittmann (11/2) zweistellig. Insgesamt war es ein klarer und hochverdienter Sieg des Ulmer Bundesliganachwuchses, weil die Mannschaft auf den Punkt fokussiert war, was man von den Gästen nicht gerade behaupten kann.

Nach dem Ausscheiden der BG Karlsruhe gilt es, ein kurzes Fazit zu ziehen. Mit 11 Siegen und 11 Niederlagen in der Hauptrunde und dem damit verbundenen 6. Tabellenplatz erreichte man sicherlich nicht die selbst gesteckten Ziele. In den Play Offs spielte man zwar besser, aber es reichte einfach nicht. Damit drängt sich natürlich die Frage auf, ob sich der gesamte Aufwand im Verhältnis zum Erreichten lohnt. Auf Dauer ist ein Spielbetrieb in der Pro B bei diesen Regularien und den damit verbundenen klaren Vorteilen der Nachwuchsmannschaften von Erstligisten nicht darstellbar. Hinzu kommt die ungeklärte Hallensituation. Die Schulsporthalle des Friedrich List Gymnasium ist sicher nicht geeignet, Leistungssport in Karlsruhe darzustellen. Im Hinblick auf diese Tatsachen wird die BG Karlsruhe in der kommenden Saison sicherlich kleinere Brötchen backen müssen. Das Budget für die ProB,- einen Antrag auf Lizenz für die Pro A wird die BG nach Ausscheiden im Viertelfinale nicht stellen - ist gemäß den heute eingereichten Unterlagen auf € 350.000 gekürzt worden. Wie es insgesamt weitergeht, werden die kommenden Wochen zeigen. Für eine sinnvolle Perspektive des Leistungsansatzes in der Sportart Basketball ist eine wettbewerbsfähige Sporthalle dringend notwendig. Andernfalls ist zu befürchten, dass für die BG Karlsruhe auf Dauer  Leistungssport nicht wirtschaftlich ist (MD).