Kategorie: 1. Regionalliga

BG verliert knapp in Limburg

Limburg – Im dritten Saisonspiel der 1. Regionalliga-Südwest verloren die BG Eisbären bei den EVL Baskets Limburg mit 87:85 (46:29). Nach einem erneut hohen Rückstand zur Halbzeit, schafften es die jungen Karlsruher, wie im vergangenen Heimspiel auch, über zwanzig Punkte aufzuholen und kurz vor Ende sogar in Führung zu gehen. Ein Ballverlust zu viel in den Schlusssekunden entschied die Partie aber letztlich zu Gunsten der Hausherren.

 

„Ein zweites Comeback dieser Art so früh in der Runde spricht für das Potenzial dieser Mannschaft. Es ist schade, dass wir noch nicht die Abgeklärtheit besitzen, am Schluss den Sack zuzumachen“, analysierte Trainer Mario Dugandzic unmittelbar nach Spielende. Verzichten mussten die Karlsruher an diesem Abend auf ihren kroatischen Big Man Jure Lozancic, der aufgrund akuter Leisten-Probleme derzeit nicht zur Verfügung steht. Dennoch war die BG nicht chancenlos und hatte gute Möglichkeiten auswärts zu punkten.

 

Erste Halbzeit verschlafen

In den Anfangsminuten war die BG-Welt noch in Ordnung. NBBL-Spieler Janni Mavridis traf einen Dreier zum 5:11 und zwang Limburgs Head Coach Stallbohm damit zur ersten Auszeit. Die Hessen nutzten in der Folgezeit die Leichtsinnigkeit der Karlsruher konsequent aus und konnten so einen 12:2-Lauf (18:11), da vor allem die BG-Jungs ohne jegliche Körperspannung und Aggressivität aus der Auszeit kamen. Wie schon in den ersten Saisonspielen, machten sich die Karlsruher Spieler mit Ballverlusten und Unkonzentriertheiten in der Verteidigung selbst das Leben schwer, so dass das erste Viertel mit 23:17 verloren ging.

Früh im zweiten Spielabschnitt war es ein weiterer 12:2-Lauf gegen die Fächerstädter, der dem Trainergespann Dugandzic-Djodjic Kopfschmerzen bereitete. Der erfahrene Litauer Julius Zurna baute mit vier erfolgreichen Dreiern hintereinander den Limburger Vorsprung beinahe im Alleingang aus (37:21). Die jungen Karlsruher gerieten somit in eine ähnlich prekäre Lage, wie vergangene Woche zuhause gegen Mainz. Zur Halbzeit betrug der Rückstand diesmal 17 Zähler (46:29).

 

Erneutes Comback der Dugandzic-Truppe

Ob man es auch diesmal schaffen würde, zurück ins Spiel zu kommen? Zu Beginn der 2. Hälfte sah alles danach aus: Wie ausgewechselt stürmten die jungen Karlsruher nun in die zweite Halbzeit. Nach nur fünf Minuten Spielzeit verkürzte man den Rückstand auf 50:45. Josh Mayberry leitete mit zehn Punkten in Folge das furiose BG-Comeback ein. Er bekam dabei tatkräftige Unterstützung von Dreier-Spezialist Andrej Schmid und NBBLer Lawrence Mugagan, die die Limburger Defense plötzlich viel selbstbewusster attackierten als noch im ersten Durchgang. Zudem gab Abdoul „Bobby“ Tchanile seinem Gegenspieler und Limburgs Dreh- und Angelpunkt, Julius Zurna, weniger Freiraum in der Offense, so dass durch die verbesserte Defense das dritte Viertel mit 30:20 an die Karlsruher ging (66:59).

 

Zu unerfahren, um den Sack zuzumachen

Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic war also wieder im Spiel. Erinnerungen an die Partie in der vergangenen Woche wurden wach. Das Momentum kippte endgültig und plötzlich war man selbst am Drücker: Der an diesem Abend erneut glänzend aufgelegte Andrej Schmid, eröffnete das Schluss-Viertel mit fünf Punkten, bevor Mayberry mit weiteren zwei Zählern die Partie ausgleichen konnte (66:66). Doch Limburg fing sich nach einer schnellen Stahlbohm-Auszeit wieder und signalisierte, keinesfalls klein bei geben zu wollen. In dieser Phase war es nun Limburgs US-Amerikaner Brandon Shingles, der mit seinen 31 Jahren viel Verantwortung übernahm und immer wieder einfache Wege zum Korb fand.

Es entwickelte sich ein sehenswerter Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften den Willen zum Sieg zeigten. Drei Minuten vor Schluss brachte BG-Topscorer Mayberry – mit einem seiner insgesamt sechs erfolgreichen Dreier an diesem Abend – sein Team mit 77:80 in Führung. Der Sieg war zum Greifen nah. Doch leider sollte es der jungen Truppe am Ende erneut nicht vergönnt sein, die Partie nach Hause zu bringen. Einen folgenschweren Ballverlust der BG, zwanzig Sekunden vor Schluss, münzte Limburgs Shingles zu einem einfachen Korbleger um und besiegelte somit das Endstand von 87:85. „Es ist ärgerlich für die Jungs, dass sie sich für diese Aufholjagd nicht mit einem Sieg belohnen konnten. Doch ausschlaggebend war unsere schläfrige erste Halbzeit. Das junge Team wird sich aber entwickeln, da bin ich mir sicher. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, fasste Coach Dugandzic abschließend zusammen.

Kommenden Samstag erwarten die BG Eisbären Karlsruhe im zweiten Heimspiel der Saison das Regionalliga Top-Team Wiha Panthers Schwenningen. Die Schwarzwälder bezwangen zuletzt beeindruckend die Bundesliga-Reserve der Tigers Tübingen mit 92:51. Spielbeginn ist um 19.00 Uhr in der Friedrich-List-Sporthalle, Ludwig-Erhard-Allee 3, 76131 Karlsruhe.

 

Für die BG spielten: J. Mayberry 30 Punkte/6 Dreier, A. Schmid 18/4, J. Williams 15, L. Mugagan 8, A. Tchanile 7, J. Mavridis 3/1, Kalocai 2, Agunabor 2.

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Tolle Aufholjagd wird nicht belohnt

Karlsruhe – Die BG Eisbären haben bei ihrer Heimpremiere gegen den ASC Theresianum Mainz mit 85:92 (31:51) verloren. Es war ein intensives und phasenweise dramatisches Spiel. Mitte des dritten Viertels, beim Stand 37:62, startete die BG eine unglaubliche Aufholjagd und verkürzte den Rückstand innerhalb weniger Minuten wieder auf drei Punkte. Am Ende waren die Chancen zum Sieg da, doch die Kräfte reichten nicht aus, um das Spiel zu drehen. Abdul „Bobby“ Tchanile war mit 22 Zählern erfolgreichster Werfer bei den Karlsruhern.

 

Trainer Mario Dugandzic begann die Partie mit Youngstern Janni Mavridis, Josh Mayberry, Bobby Tchanile, NBBL’er Lawrence Mugagan und Jordan Williams. Beide Mannschaften waren gut aufgelegt und starten mit ein paar einfachen Körben ins Spiel. Dabei erwischten die Mainzer den besseren Start. Die Leistungsträger Arnish Sharda und Philipp Schön gaben bei den Rheinhessen früh das Tempo vor. Mit zwei Dreiern und einigen schön herausgespielten Aktionen der Mainzer war BG-Coach Dugandzic bereits nach nur sechs Minuten Spielzeit gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen (11:17). Immer wieder waren es kleine Fehler in Reihen der Karlsruher, die dazu führten, dass der ASC auf der Gegenseite zu einfachen Punkten kam. Die BG tat sich defensiv schwer, da vor allem im Eins-gegen-Eins-Verhalten die gegnerischen Spieler wiederholt nicht vor sich gehalten werden konnten. Folgerichtig mussten die jungen Karlsruher das erste Viertel mit 21:29 abgeben.

 

Im zweiten Viertel legten die Mainzer dann noch einmal einen Zahn zu. Mit einem 18:4-Lauf zogen die Rheinhessen entscheidend davon und dominierten früh das Geschehen auf dem Feld. In dieser Phase stellte der wuselige Lette Janis Damburg die BG ein ums andere Mal vor Probleme. Die jungen Spieler von Trainer Mario Dugandzic leisteten sich zu viele Ballverluste und fanden nicht zu ihrem Spiel, was sich im auch negativ auf das Defensiv-Verhalten auswirkte – der Rhythmus fehlte an beiden Enden des Feldes.

 

25:4 Run bringt BG zurück ins Spiel

 

Im dritten Viertel sahen die Zuschauer dann eine andere BG. Mit seinem ersten Dreier der Begegnung sorgte Andrej Schmid für das 37:62 und leitete damit eine nicht mehr für möglich geglaubte Aufholjagd ein. Grundstein dafür waren eine intensive Verteidigung und mehr Engagement beim Rebound, was auch von den Fans lautstark honoriert wurde. Der Fan Club pushte die junge Mannschaft unermüdlich nach vorne. Diese ließ den Ball klug laufen und brachte es tatsächlich fertig, nach 30 Minuten auf 62:68 heranzukommen. Das Spiel war wieder offen.

 

Packende Schlussphase – besseres Ende für Mainz

 

Würde die BG in der Lage sein, den Schwung aus dem dritten Viertel mitzunehmen und die Partie am Ende für sich zu entscheiden? Die Antwort darauf gab es erst ziemlich spät, wobei man mit fortlaufender Spieldauer deutlich merkte, dass das Wahnsinns-Comeback viel Kraft gekostet hatte. Mainz nutzte das aus. Dennoch kämpften die Karlsruher verbissen weiter und kamen nach 34 Minuten erneut in Schlagdistanz (74:78). In der Folgezeit waren es dann vor allem Jordan Williams und Josh Mayberry, die für die BG punkten konnten. Für das emotionale Highlight sorgte jedoch NBBL-Spieler Lawrence Mugagan, dessen Dunk das Publikum nochmals von den Sitzen riss. Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lag man mit drei Punkten zurück (83:86) und hatte die Chance, auszugleichen. Doch es sollte nicht sein.

 

Der ASC war letztlich die fittere und wachere Mannschaft, sicherte sich wertvolle Offensiv-Rebounds und gewann die Partie mit 85:92. Die BG-Spieler waren erschöpft und auch niedergeschlagen, konnten das Feld aber erhobenen Hauptes verlassen. „Die Mannschaft hat heute viel Herz bewiesen und hätte den Sieg auch verdient gehabt. Letztlich war es auch eine Lektion für uns, die zwar wehtut, aus der wir aber mit Sicherheit lernen und die richtigen Schlüsse ziehen werden“, stellte Coach Mario Dugandzic nach dem Spiel fest. Ihre nächste Partie bestreiten die BG Eisbären schon am kommenden Samstag, den 7. Oktober, um 20.00 Uhr in Limburg.

 

Punkteverteilung BG: Tchanile 22 Punkte/2 Dreier, Mayberry 18/1, Williams 18, Schmid 18/6, Lozancic 5, Mavridis 2, Mugagan 2, Kalocai, Münch, Agunabor, Rahman.

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BG Eisbären laden zum ersten Saison-Heimspiel

Karlsruhe – Im zweiten Saisonspiel der 1. Regionalliga-Südwest empfängt die BG in ihrer Heimpremiere, am Samstagabend um 19.00 Uhr in der Friedrich-List-Sporthalle, den ASC Theresianum Mainz. Nachdem die jungen Karlsruher in Saarlouis erst in den Schlusssekunden eine knappe Niederlage hinnehmen mussten, brennt man im ersten Saison-Heimspiel auf Wiedergutmachung.

 

Der Neuanfang ist getan, jetzt soll für die BG der erste Saisonsieg her. Am vergangenen Wochenende in Saarlouis zeigte die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic mit vielen neuen und jungen Gesichtern zwar eine engagierte Leistung – mit 95 erzielten Auswärts-Punkten – musste jedoch schlussendlich auf eine naive Art und Weise eine Niederlage hinnehmen. Gegen den ASC Theresianum Mainz möchte man es am Samstag vor heimischer Kulisse besser machen.

 

Mainz erfahren und abgezockt / Wiedersehen mit BG-NBBL-Spieler Alain Mandana

 

Doch die Fächerstädter erwartet ein durchaus unangenehmer Gegner. Die Mainzer mussten sich in ihrem ersten Saisonspiel zuhause den favorisierten Tigers aus Tübingen äußerst knapp mit 76:79 geschlagen geben. ASC-Coach Wolfgang Ortmann, der zuvor zwei Jahre JBBL-Trainer der Würzburg Baskets war, hat erneut eine interessante und homogene Mannschaft zusammenstellen können.

Topscorer beim Saisonauftakt war Anish Sharda, der die Rheinhessen mit 17 Punkten, 9 Assists, 3 von 6 Dreiern und 6 von 6 getroffenen Freiwürfen, fast zum Sieg geführt hätte. Ebenfalls stark aufspielen konnte ein weiterer Routinier, Philipp Schön. Der 2,00 Meter-Mann verbuchte 14 Punkte auf seinem Konto und strahlte wie immer eine große Gefahr von außerhalb der Dreier-Linie aus. Außerdem erhält das Duo seit dieser Saison durch den Letten Janis Dumburs (2,00 m, Forward) tatkräftige Unterstützung. In seinem ersten Spiel für die Mainzer kam der Allrounder auf 13 Punkte und 7 Rebounds.

Die Karlsruher freuen sich derweil nicht nur auf die eigenen Fans, sondern auch auf ein Wiedersehen mit BG-NBBL-Spieler Alain Mandana. Der Mainzer Forward, der unter anderem im Nachwuchsprogramm von Brose Bamberg ausgebildet wurde, bestritt mit der BG Karlsruhe im vergangenen Sommer erfolgreich die NBBL-Qualifikation. Auf seine bissige Verteidigung müssen sich die Karlsruher ebenfalls vorbereiten.

 

Bereits im 2. Saisonspiel aus Fehlern lernen

 

Die BG-Jungs brennen auf ihren Heimspielauftakt. Und man hat sich vorgenommen, schon frühzeitig aus Fehlern zu lernen. Insbesondere das Umschalten von Angriff auf Verteidigung soll besser funktionieren. „Mainz wird sicherlich nicht langsamer als Saarlouis spielen. Daher bin ich gespannt wie die Jungs reagieren und ob sie diese Herausforderung annehmen können“, blick Trainer Dugandzic voraus.

 

Spielbeginn ist um 19.00 Uhr in der Friedrich-List-Sporthalle, Ludwig-Erhard-Allee 3, 76131 Karlsruhe.

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BG Eisbären scheitern zum Saisonauftakt knapp in Saarlouis

Karlsruhe/Saarlouis – Die BG Eisbären mussten sich am ersten Spieltag der 1. Regionalliga-Südwest-Saison 2017/2018 den Sunkings aus Saarlouis mit 98:95 (38:47) geschlagen geben. Gegen die erfahrenen Saarländer lieferte die neu formierte junge Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic eine couragierte Leistung ab, für die man sich auswärts leider nicht belohnen konnte.

 

Nach einer turbulenten Off-Season startet für die BG nun wieder der offizielle Spielbetrieb – in dieser Saison jedoch unter völlig neuen Vorzeichen: anderer Name, neue Mannschaft, neue Spieler, neuer Trainer, neue Liga, neue Kooperationspartner, viele junge Spieler, U19-Bundesliga (NBBL), NBBL-Spieler mit Doppellizenzen u.v.m. Dass die BG einen Neuanfang wagen musste, ist kein Geheimnis. Künftig sollen junge Spieler, darunter gleich mehrere 18-jährige, viel Verantwortung übernehmen, die Plattform in der 1. Regionalliga nutzen und bestmöglich an den Profi-Bereich herangeführt werden. Darüber hinaus möchte man den Fans weiterhin aufopferungsvollen Basketball bieten, mit dem sich die BG und ihre Unterstützer zusätzlich identifizieren sollen. Dass dies schon ansatzweise möglich ist, bewiesen die Spieler von Trainer Mario Dugandzic bereits im ersten Saisonspiel in Saarlouis.

 

Neuzugänge und Eckpfeiler gleich präsent / NBBL-Spieler sorgen für frischen Wind

Im ersten Viertel war es Neuzugang Jordan Williams, der die ersten acht BG-Punkte der Saison 2017/2018 erzielte. Der britische Power Forward ging energisch mit gutem Beispiel voran und signalisierte dem Rest der Mannschaft, dass sich die neue BG keinesfalls verstecken muss und durchaus in der Liga mithalten kann (11:10). Es war kein gewöhnliches Saison-Eröffnungsspiel, da beiden Mannschaften bereits in den ersten zehn Minuten viel gelingen sollte. Bedenkt man, dass die BG erst im August die Zusage bekam, am 1.Regionalliga-Spielbetrieb 2017/2018 teilnehmen zu können und die Kaderplanung zum aktuellen Zeitpunkt immer noch nicht endgültig abgeschlossen ist, war man aus Karlsruher Sicht vom Auftreten der Mannschaft durchaus positiv angetan. Ex-BG-Profi und Rückkehrer Rickey Easterling war auf Seiten der Gastgeber gut aufgelegt und traf seine ersten Halbdistanzwürfe für die Sunkings – der an diesem Nachmittag insgesamt sogar auf 40 Punkte kam (17:15). Auf Karlsruher Seite schaltete sich dann zum ersten Mal Distanzschütze und Neuzugang Joshua Mayberry ein, der ebenfalls einen wichtigen Eckpfeiler im jungen Aufgebot der BG Eisbären bilden soll. Der Amerikaner verbuchte einen erfolgreichen Korbleger, gefolgt von einem Dreier, der die Karlsruher zur ersten Viertelpause im Spiel hielt. Das erste Viertel ging mit 22:20 an Saarlouis.

 

Da bereits im ersten Viertel die NBBL-Spieler Janni Mavridis, Lawrence Mugagan und Tim Kalocai das Vertrauen des Trainers bekamen, konnte die BG das zweite Viertel mit viel frischem Wind beginnen und sich dank eines 12:4-Laufs zum ersten Mal leicht absetzen (26:32). Sunkings-Coach Mouget reagierte prompt mit einer Auszeit. Danach folgte zum Karlsruher Glück die beste Phase der BG. Scharfschütze Andrej Schmid leitete einen weiteren 11:4-Lauf ein. Neben Schmid netzten auch Mavridis und Mayberry von jenseits der 6,75-Meter-Linie ein. Ein weiterer Jungspund und Neuzugang aus London, Abdoul „Bobby“ Tchanile, machte ebenfalls auf sich aufmerksam, als er mit einem Korbleger – nach schönem Drive – zum 30:36 vollendete. Unterm Korb wühlte in dieser Phase nicht nur Jordan Williams, sondern auch Routinier Jure Lozancic, der 2,09 Meter-Mann, der von den KIT Gequos zur BG wechselte. Die Karlsruher verwerteten schöne Anspiele ihrer Mitspieler und machten in der Verteidigung die Zone dicht (32:45). Ärgerlich aus Sicht der Fächerstädter war jedoch, dass man in der letzten Minute vor der Halbzeitpause nochmals vier Punkte abgab und somit nicht noch einen komfortableren Vorsprung in die Halbzeitpause retten konnte. Denn immer wieder war es Rickey Easterling, der mit seinen Treffern aus der Halbdistanz dagegen hielt und die Sunkings so im Spiel hielt. Halbzeitergebnis: 38:47.

 

Unaufmerksamkeit vor der Halbzeitpause rächt sich / Transition-Defense nicht vorhanden

Wie schnell eine 9 Punkte-Führung verspielt werden kann, musste das junge BG-Team dann bereits im dritten Viertel des ersten Saisonspiels erfahren. Die Sunkings kamen deutlich aggressiver aus der Kabine. Angeführt von Jack Tisdale und Ivan Skrobo, die auch zu diesem Zeitpunkt Rickey Easterling entscheidend zuarbeiteten, punkteten die Saarländer mehrmals erfolgreich, insbesondere durch Schnellangriffe. Saarlouis spielte sich in einen Rausch, schaltete hervorragend von der Verteidigung in strukturierte Schnellangriffe um und traf zwischenzeitlich aus allen Lagen. Vier der insgesamt fünf erfolgreichen Sunkings-Dreier fanden alleine im dritten Viertel ihr Ziel. BG-Coach Dugandzic reagierte in diesem Spielabschnitt mit zwei Auszeiten, doch die 34 Viertel-Punkte der Gastgeber konnte er dadurch nicht verhindern. Im Angriff trafen die BG-Akteure derweil keine guten Entscheidungen und leisteten sich zu viele Ballverluste, so dass die Gastgeber um Easterling, Tisdale und Skrobo – die für 91 der 98 Sunkings-Punkte verantwortlich waren – auf einmal wieder in Führung lagen (62:60). Nach dieser Schwächephase, in der die BG insgesamt 13 Punkte abgeben musste, war die Partie beim Stand von 72:68 jedoch weiterhin offen. Alles war angerichtet für ein spannendes Schlussviertel.

 

Karlsruher Auswärtsfans peitschen BG-Jungs fast zum Sieg / unglückliche Schlusssekunden

Und dieses hatte es in sich. Es entwickelte sich ein toller Schlagabtausch in dem keines der Teams den Kürzeren ziehen wollte. Angetrieben von ca. 20 mitgereisten Fans aus Karlsruhe, die immer wieder lautstark das junge Team anfeuerten, starteten die Dugandzic-Schützlinge mit einem 10:2-Lauf. Der 18-jährige Tim Kalocai konnte mit zwei Korblegern in der wichtigen Schlussphase auf sich aufmerksam machen. Jordan Williams erhöhte per Dunking auf 72:76, doch immer wieder war es das Saarländer Trio, Tisdale, Skrobo und Easterling, das nicht locker lassen wollte. Da die BG plötzlich beim Defensiv-Rebound Schwächen zeigte und zu viele zweite Chancen zuließ, kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Mouget nochmals heran (79:81). Mit einem ganz wichtigen Dreier von Florian Frisch und einem weiteren Mitteldistanz-Treffer von Easterling gingen die Sunkings nun sogar in Führung (86:85). Die Messe war aber noch nicht gelesen. Für die Karlsruher übernahm ein weiterer NBBL’er Verantwortung in der Crunchtime: Lawrence Mugagan. Nach einer spektakulären Flugeinlage mit Abschluss per Alley-Hoop-Dunking und zwei weiteren Korblegern, war die BG immer noch im Spiel. Die Spieler mobilisierten ihre letzten Kräfte und konnten, nach den Punkten von Tisdale zum 92:87, mit einem Mayberry-Dreier prompt auf 92:90 verkürzen. Auf Karlsruher Seite wurde 1:49 Minuten vor Schluss dann ein unsportliches Foul geahndet. Skrobo verwandelte die fälligen Freiwürfe sicher und erhöhte wieder auf 94:90. Doch die BG-Jungs gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf. Bobby Tchanile verkürzte in der letzte Minute per Dreier und traf im darauffolgenden Angriff erneut aus der Halbdistanz, so dass der Sieg 53 Sekunden vor Schluss zum Greifen nahe war (94:95). Coach Mouget bat zur letzten Auszeit. Die Karlsruher verteidigten im nächsten Angriff gut und sicherten sich tatsächlich erneut den Ball. Leider machte sich 38 Sekunden vor Ende der Partie die Unerfahrenheit der noch jungen Mannschaft bemerkbar. Ausgerechnet Bobby Tchanile, der mit seinen fünf vorherigen Zählern wenige Sekunden zuvor die BG noch in Führung brachte, dribbelt sich in einem gegnerischen Spieler fest, verlor den Ball und musste entscheidend foulen. Er schickte Florian Frisch an die Linie, der sicher zum 96:95 traf. Mit 25 Sekunden auf der Uhr gelang es der BG dann leider nicht mehr, einen guten letzten Wurf herauszuspielen. Somit stoppte man hoffnungsvoll ein letztes Mal die Uhr. Letztendlich endete dieses Offensiv-Spektakel mit vielen Punkten auf beiden Seiten und macht Lust auf mehr. Doch diesmal jubelte Saarlouis zuhause mit 98:95.

 

Trainer Mario Dugandzic war nach dem Spiel dennoch nicht unzufrieden: „Die Chancen waren da, heute zu gewinnen. Mit ein wenig mehr Erfahrung können wir auswärts die Punkte hier mitnehmen. Dies ist uns heute leider nicht gelungen. Mich freut es, dass die junge Truppe vor den mitgereisten Fans bis zum Ende gekämpft hat.“

 

Am kommenden Samstag bestreitet die BG ihr erstes Heimspiel gegen ASC Mainz. Spielbeginn ist um 19.00 Uhr in der Friedrich-List-Sporthalle, Ludwig-Erhard-Alle 3, 76131 Karlsruhe.

 

Für die BG Eisbären spielten: J. Mayberry 23 Punkte/5 Dreier, J. Williams 20, L. Mugagan 15, J. Lozancic 10, A. Tchanile 9/1, A. Schmid 7/1, T. Kalocai 6, J. Mavridis 5/1, W. Agunabor, T. Rahman.

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